Auch schöne Wintertage können schachlich unschön enden

Im ersten Heimspiel des Jahres 2026 empfingen wir den Verbandsligaaufsteiger Düsseldorfer SK III.

Beide Mannschaften konnten mit Stammersatzspielern ihre Lücken auffüllen. Dies führte zu folgenden DWZ-Durchschnitten beider Mannschaften:  
Rheydt DWZ1975 zu DSK III DWZ 1962

Dabei ist festzuhalten, dass die Düsseldorfer sehr ausgeglichen besetzt waren und der DWZ-Unterschied zwischen der höchsten Wertungszahl und der Niedrigsten nur 138 Punkte betrug. Eine so ausgeglichene Mannschaft habe ich lange nicht gesehen.

Um es vorwegzunehmen, wir haben 2,5:5,5 verloren. Am Ende des Tages waren die Düsseldorfer einfach heute das bessere Team. Gefühlt waren die Partien fast an allen Brettern ziemlich gradlinig. Derjenige, der besser aus der Eröffnung kam, gewann auch die Partie. Nur bei Vadim Bondarchuck war es anders. Er verlor in Zeitnot einen Bauern. Zuvor stand er jedoch nicht schlechter, sondern eher besser.

Wir lagen früh 1:0 zurück, nachdem Tobias Franck versuchte seine schlechte Stellung mit einem Königsangriff zu kombinieren. Dieser wurde aber vom Gegner abgewehrt und es stand 1:0 für den DSK.

Boris Wolkowski macht mit Weiß mal wieder seine Borissachen nimmt ein Bauernopfer an und schiebt zugegebener Maßen nach einigen Verwicklungen auf die siebte Reihe und gewinnt. Somit hat Boris 3 aus 4 an Brett 1/2.

Die Partien der beiden Hamachers Claus und Christian verliefen relativ vergleichbar. Beim Übergang zum Mittelspiel schafften es die Gegner die offenen Linien zu besetzen und einzudringen. Am Ende mussten beide die Hand zur Aufgabe reichen.

Nachdem mein Gegner in der Eröffnung zu passiv gespielt hat und auf den letzten drei Reihen gedrückt stand, konnte ich (Dirk Heß) nach einem weiteren Fehler einen Zentrumsvorstoß durchdrücken, der nach meiner Abwicklung am Ende zwei Bauern gewann und schließlich auch die Partie. Es stand also 2:3.

Gordon konnte in einer verschachtelten Stellung keine Fortschritte machen und schickte sich ins Remis. Also mussten für ein Unentschieden noch 1,5 aus den letzten beiden Partien her. Markus Reinke hatte in der Eröffnung für einen Bauern für Figurenaktivität geopfert, leider verflüchtigte sich die Aktivität, so dass er weiteres Material ins Geschäft steckte, um gegen den nun offenen König vorzugehen. Während ich noch Hoffnung hatte, dass diese Aktivität für ein Remis ausreichend sein konnte, konnte Vadim seiner Partie nach dem Bauerneinsteller keine Wendung mehr geben und musste als Vorletztes seiner Gegnerin die Hand zur Aufgabe reichen. Gegen 16:30 versuchte es Markus noch mit dem einen oder anderem Patttrick, auf die der Gegner aber trotz geringer Bedenkzeit nicht reinfiel.

Somit bleiben wir nun bei vier Mannschaftspunkten und müssen eher nach unten als nach oben schauen. In drei Wochen wird es gegen Erkelenz, die aktuell letzter sind, einen richtungsweisenden Kampf geben.

erstellt von Dirk Heß, Mannschaftsführer

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